Wie ich in einem meiner Reiseberichte längst erzählt habe, lernten wir unsere lieben Gastgeber, aus Sydney, im Warrumbungle NP kennen. Als sie uns am Abend auf ein Glas Wein einluden, stellten sie sich als Gill und Marc vor.
Gill und Marc besitzen ein wunderbares Haus direkt am Meer. Es ist liebevoll sowie stilvoll bis ins kleinste Detail eingerichtet und wir fühlten uns bei ihnen so richtig pudelwohl. Wir freuten uns so sehr, dass wir ihnen auf unserer Reise begegnet sind.
Als wir Marc und seine Freunde zum Kayaken begleiten konnten, viel mir auf, dass er von einigen Mike und nicht Marc genannt wurde. Dies fand ich ziemlich eigenartig. Auf dem Rückweg (wir ruderten insgesamt 17 km), der für uns Anfänger lang und erschöpfend war, fragt ich Marc, warum er von seinen Freunden Mike genannt wird. Marc antwortete: “ich heisse Mike”. Oh und ich war mehr als baff. Ich fragte Mike dann, warum er uns denn nie korriegert hat? Ich mein, wir lebten bei diesen lieben Menschen schon ein paar Tage und sagten zu ihm immer den falschen Namen, ist doch peinlich, oder? Mike meinte, dies passiere ihm öfters, dass er Marc genannt wird, da in Südafrika sein Name anders betont wird (Gill und Mike kommen ursprünglich aus Südafrika). Nun Marc, war nicht mehr Marc sondern Mike.
Mitte Januar besuchten wir die Mikkira Farm, wo wir duzende von Koalas beobachten konnten. So was haben wir bis jetzt noch nicht gesehen. Auf fast jedem Baum sass mindestens ein Koala. Ohne dass wir gross nach den Koalas suchten, fanden wir über 50 Koalas. Sogar von unserem Campingplatz aus, den wir uns selber aussuchen durften, konnten wir die Koalas in den Bäumen beobachten. Am späteren Nachmittag kam dann noch ein anderes Paar (Brenda und Frank), dass ebenfalls dort campierte. Wir trafen Brenda und Frank später beim Erkunden der Farm und tauschten dort unsere Namen mit ihnen aus. Als es eindunkelte kam Brenda und lud uns zu Tee sowie Kaffee in ihrem luxuriösen Caravan ein. Wir waren tief beeindruckt. Ein super schöner Caravan mit viel Platz und einem richtigen Bett. Die zwei nannten uns so selbstverständlich Hans und Frieda, sodass wir es verpassten sie zu korrigieren. Frank und Brenda waren so unglaublich nett, dass es irgendwie unhöflich gewesen wäre, sie zu korrigieren. Tja, da sind wir in dieselbe Falle geraten wie Mike. So waren wir für einen Abend lang und den nächsten Mittag Hans und Frieda. Manchmal passieren schon blöde Sachen.