Goodbye Perth

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Als wir im Februar 2008 unseren Idefix nach Australien verschifften, konnten wir den Container mit einem weiteren Bremach, von Dirk und Gitta, teilen und beide Autos wurden in einem 40 Zoll, highcube Container verstaut. Dirk und Gitta verliessen Australien schon vor uns und dadurch konnten sie uns hilfreiche Tipps für die Verladung von Idefix in einem 20 Zoll Container nach Afrika geben. Da wir Idefix nach Afrika nicht mehr in einem highcube Container verschiffen konnten, mussten wir die Räder abnehmen und durch kleinere Metallräder ersetzen, die wir dazumal mit dem Auto gekauft hatten. Damit wir die normalen Räder durch die kleinen Metallräder ersetzen konnten, brauchten wir Holzkeile und diese wollten wir nach den Angaben von Dirk erstellen. Dazu benötigten wir aber eine Werkstatt. Unser australischer Freund Greg, kommt ursprünglich aus Perth und er bot die Hilfe seines Bruders, Peter, an. In einem Hinterhofladen fanden wir gebrauchtes, hartes Karri-Holz und die Mitarbeiter dort, sägten es für uns in die richtige Länge. Wir hatten grosses Glück mit Peter, da er eine wunderbar eingerichtete Werkstatt hat und Holz fachmännisch bearbeiten kann. Peter fertigte mit Henks Hilfe unsere Holzkeile an. Nach getaner Arbeit gönnten wir uns alle ein kaltes Bier, als Peters ältere Tochter, Leia, fragte, ob wir seine Freunde wären. Peter schaute seine kleine Tochter an und meinte: “Ja, inzwischen sind wir Freunde geworden”. Ich sag’s Euch, Reisen ist ein langes, spannendes Abenteuer und solche besonderen Momente sind unvergesslich! Peter und seine Frau Rosmarie, luden uns ein, die letzten Tage, nachdem wir Idefix in den Container verfrachtet hatten, bei ihnen, bis zu unserem Abflug nach Afrika zu verbringen. Gerne nahmen wir dieses Angebot an und wir freuten uns schon darauf, sie bald wieder zu besuchen.

Am Abend waren wir noch bei Gail und Allan zum Abendessen eingeladen. Gail und Allan, kommen ursprünglich aus Südafrika und sind wiederum Freunde von unseren Freunden, Gill und Mike, aus Sydney. Zu dieser Einladung kamen wir, da wir ihre Postadresse für ein Paket aus den USA benutzen durften und dieses Paket gingen wir bei ihnen zu hause abholen. Wir verbrachten mit ihnen einen kurzweiligen Abend und durften die Nacht bei ihnen, in einem wunderschönen Zimmer, verbringen. Sie luden uns ein, so lange zu bleiben wie wir wollten. Schlussendlich verbrachten wir mit ihnen fast eine Woche und konnten so alles für unsere Abreise nach Afrika organisieren. Wir wurden in ihre Familie selbstverständlich aufgenommen und lernten auch ihre Tochter, ihren Schwiegersohn und ihre zwei Enkel kennen. Wir fühlten uns bei ihnen pudelwohl und der Abschied war traurig.

Das Verladen von Idefix in den Container ging fast reibungslos. In Australien klappt es oft, trotz genauer Vorbereitungen, nicht auf Anhieb. Obwohl ein Mitarbeiter der Frachtfirma schaute, ob die Türen des Containers geschlossen werden können, konnten die Türen nicht geschlossen werden, und das Auto musste von Hand verschoben werden, da Henk die Batterien bereits abgelöst hatte. Oh, und das Laschungsmaterial, um Idefix und die Räder im Container festzuzurren, fehlte. Geduld, Geduld, Geduld.

Die letzten vier schöne Tage bis zu unserem Abflug, wurden wir bei Peter und Rosmarie verwöhnt.

Dann kam der grosse Moment und wir verabschiedeten uns von Rosmarie und Noelani am Flughafen.
Für Afrika buchten wir nur einen Einweg-Flug, ohne Rückflug, da wir ja mit dem Auto weiter reisen werden. Dies stellte sich am Flughafen als grosser Fehler heraus. Die Fluggesellschaft ist verpflichtet zu prüfen, dass Reisende nach Südafrika ohne Visum einen Rückflug innert drei Monaten vorweisen, ansonsten darf man nicht ins Flugzeug einsteigen. Dies war so dumm, denn ein Retourflug nach Australien wäre wahrscheinlich nicht viel teurer gewesen. In letzter Minute organisierte uns Henk den billigsten Flug von Südafrika nach London, den wir nie brauchen werden. Ende gut alles gut, wir durften mitfliegen.

März 2009