Fraser Island ist sehr für seine Dingos berüchtigt, da vor ein paar Jahren
ein kleines Kind durch die Dingos getötet wurde.
Daher sind jetzt einige
Campingplätze eingezäunt und es sind gute Aufklärungs-Kampagnen in Gange.
Die Besucher dürfen keinen Abfall Rumliegen lassen, die Tiere nicht füttern
und man soll mind. in Zweiergruppen unterwegs sein. Kinder müssen jederzeit
beaufsichtigt werden. Die Dingos auf Fraser Island sind wichtig, da sie
die reinrassigsten von ganz Australien sind. D.h. dass sie kaum mit
Ausgewilderten Hunden in Berührung gekommen sind.
Die Insel ist von Schönheit kaum zu übertreffen. Im Inland gibt es riesige
Bäume, die um die 70m hoch werden und es gibt einige Süsswasser-Seen, die so
braun wie Tee oder glasklar sind. Die Strände sind schneeweiss und viele
Strecken des Strandes sind die Strassen sowie teilweise Flugpisten. Auf
dem Strand gab es viel Verkehr und die Australier fahren dort, als wäre
es eine Autobahn. Der Strand ist sehr gut zu befahren,
der Verkehr und die Creeks müssen aber gut im Auge behalten werden. Es gab zwei Punkte
(Indian Head und Champagne-Pools), wo die Strandstrasse eine grosse
Herausforderung für Fahrer und Idefix darstellte. Da es schon länger
nicht mehr regnete, waren vor allem die Inlandstrassen sehr schwer zu
befahren und wir kamen oftmals nur im Schneckentempo vorwärts.
Die erste Nacht verbrachten wir im Inland und leider regnete es die
meiste Zeit. Dazu hatte sich Henk am Tag vorher noch einen Hexen-
schuss eingefangen und dadurch konnten wir nicht wandern gehen. Leider
konnte auch ich nicht, wegen den Dingos, alleine losziehen. Die
nächsten zwei Nächte verbrachten wir im Norden am Strand, wo eigentlich
nur die Fischer hingehen. Bereits am ersten Tag fielen wir am Strand
auf, da wir ohne Fischerruten und nur mit Fotokameras herumliefen.
Dazu waren wir die einzigen, die Schuhe und lange Hosen trugen.
Am zweiten Tag sassen wir friedlich am Strand und beobachteten die
Fischer, als einer der Fischer uns ein kühles Bier brachte und
sich zu uns setzte. Immer wieder sind wir über die Freundlichkeit
und die Offenheit der Australier überrascht. Sie sind so “easy”.
Nach drei Nächten machten wir uns auf den Rückweg, ohne dass wir einen
Dingo oder einen Wal gesehen hätten. Die Rückfahrt über die ganze Insel
war dafür absolut dramatisch. Bereits nach kurzer Zeit sahen wir eine
Schlange, die die Strasse überquerte. Zehn Minuten später
den ersten Dingo am Strand,
eine weitere halbe Stunden den zweiten Dingo inmitten von Menschen am Strand. Das unglaubliche passierte
aber kurz bevor wir die Fähre erreichten. Während dem Fahren
erspähte ich einen springenden Wal. Wir konnten ihn noch ein paar
Mal springen sehen, bevor er untertauchte. Was hatten wir für ein
grosses Glück!