Lakefield NP, Mungkan Kandju NP, Iron NP, Laura

Der Lakefield NP war für uns schlicht ein Paradies.

 

Wir campierten drei Nächte an der Horsehoe Lagoon und hatten die Lagoon für uns ganz
alleine. Morgens und abends kamen die Wildpferdedsc03667.JPG, Wasserbüffel oder
Kühe (wir konnten dies nicht genau feststellen), Wildsäue, Kängis
sowie Vögel aller Art und Grösse. Und logo, die Krokis fehlten auch
nicht. Die Wildpferde und die “Büffel-Kühe” kamen bis an ein paar
Meter zu uns heran und zeigten absolut keine Scheu. Henk musste
auch hier wieder an Idefix arbeiten, da wir sonst den Pressluft-
container verloren hätten. Wir verbrachten eine weitere Nacht am
anderen Ende vom Park an einem See, was zwar gut aber nicht mehr
ganz so überwältigend war.

Unser nächster Halt war der Mungkan Kandju NP. Im Mungkan Kandju
NP gibt es den Palm Cockatoo, welchen wir unbedingt sehen wollten.
Dieser Nationalpark ist noch ein sehr unberührter Park. D.h., dass
es keine Wanderwege, keine Facilitäten oder gar eine Rangerstation gibt.
Bevor man in den Park reingeht, muss man sich auf einer Tafel
eintragen und die Parkgebühren bezahlen. Dort sahen wir,
dass wir die einzigen Leute im Park sein werden. Das ist doch
unglaublich, oder? Auf dem Weg zu unserem Campingplatz besuchten
wir noch zwei kleine Seen. Im ersten See gab u.a. ca. hundert Pelikanedsc03925.JPG
und hunderte von Magpie Geese. Bis jetzt hatten wir noch nie so viele
Pelikane gesehen, es war ein toller Anblick. An der zweiten Lagune
gab es wieder Kühe, Wildschweine, viele Vögel und hunderte von
Red-tailed Black-Cockatoos. Bis jetzt haben wir diese Papageien nur
in kleineren Gruppen bis zu dreissig Vögeln gesehen.
In der Zwischenzeit wurde es im Auto trotz Klimaanlage immer
heisser und heisser, sodass wir schlussendlich müde und muffig
an unserem Platz ankamen. Leider mussten wir am nächsten Morgen
sehr frustriert feststellen, dass die Klimaanlage nicht mehr
funktionierte.
Im Coen Fluss hat Henk einen ganz besonderen und stark gefärdeten
Süsswasser-Hai entdeckt, der ca. 1 m lang war. dsc04010.JPGDieser Hai hat vorne
ein Schwert und an dessen Seite Zähne. Wir haben Fotos gemacht, worauf
man ihn gut sehen kann. Ich denke, dass wir grosses Glück hatten, so
einen Hai zu sehen. Am Fluss bucken wir unseren zweiten Damper (Brot)
auf dem Feuer, der ausgezeichnet schmeckte.
Wir waren drei Nächte in diesem Park und sahen am letzten Morgen
endlich drei fliegende Palm Cockatoos. Nachts gingen wir
Spotlighten um Possums zu finden, sahen aber leider keine.

Danach fuhren wir in den Iron NP, wo es Regenwald und noch
mehr Palm Cockatoos gibt….
Nach unserer Ankunft am späteren Nachmittag liefen wir
sofort los, um die Umgebung nach den Palm Cockatoos
abzusuchen. Unterwegs trafen wir einen Vogelkundigen,
der ein Objektiv wie ein kleines Kanonenrohr mit sich trug. Wir
fragten ihn nach dem Palm Cockatoo und er meinte, dass er
bestimmt schon dreissig gesehen hätte und wir sie sicher finden
werden! Auf dem Weg zurück sahen wir einen Eclectus Parrot
aus seiner Baumhöhle schauen und ein Eclectus Parrot-Paar
fliegen. Früh am nächsten Morgen machten wir uns auf den
10 Km Rainforest-Track. Bereits am Anfang des Tracks flogen
wiederum drei Palm Cockatoos über unsere Köpfe, aber das
war für uns noch nicht genug, wir wollten einen aus der
Nähe sehen! Die Wanderung war heiss und wir sahen nicht
viele Vögel. Nach der Ueberquerung eines Flussbettes,
stand Henk fast auf eine Schlange, die sich unter dem
Laub versteckt hielt. Henk hat sie nur um ein paar Zentimeter
verfehlt und unsere Herzen schlugen wieder ein bisschen
schneller. Am Nachmittag fuhren wir an den Chili-Beach,
da dort manchmal die Palm Cockatoos zu sehen sind. Wieder
kein Glück. Kurz vor dem Sonnenuntergang fuhren wir noch
mit offenen Fenster zur Rangerstation um für die Nacht zu
bezahlen. Auf dem Weg dort hin, hörten wir ihn ganz nah
und Henk hielt sofort mitten auf der Strasse an. Und
dort in einer Baumlichtung sass er und sah auf uns
runter. Ich konnte sogar seine rosa Backen sehen und
war einfach nur glücklich. Henk kam leider zu spät und
sah ihn nur noch weg fliegen.
Nachts gingen wir wiederum Spotlighten und fanden noch
immer keine Possums, dafür zweimal die gleiche Kängi-Maus.
Zufrieden verliessen wir am nächsten Tag den Iron NP
Richtung Laura.

Auch dieses Mal sind wir wieder gesund aus dem Busch
zurück gekommen. Henk hatte wegen einer haarigen Raupe für
ein paar Tage einen Ausschlag am Hals und ich hatte einen
Zeckenbiss eingefangen.

Die Fahrt an einem Tag nach Laura war zu weit und
so übernachteten wir auf dem Campingplatz des
Musgrave Roadhouses.

Fast hätte ich’s noch vergessen zu erwähnen. Die Australier
fahren auf den nicht asphaltierten Strassen wie die Henker und
wen wunderts da, dass wir auf den letzten Kilometern bevor
wir wieder die Asphaltsstrassen erreicht hätten, noch
einen Steinschlag auf der Windschutzscheibe kassiert haben!

In Laura besuchten wir den Split-Rock mit schöner
Rock-Art und fuhren danach zurück nach Cairns.dsc01998.JPG

Oktober 2008