Zurück in Cairns

In Cairns gingen wir wieder zum selben Campingplatz in Fishery Falls,
weil dies der schönste und sauberste Platz ist, den wir bis jetzt auf
unserer ganzen Reise gesehen haben.

 

 Da die Klimaanlage kaputt war und
wir daher mit offenen Fenstern fahren mussten, hatten wir im Auto
unglaublich viel Staub und ich putzte es in stundenlanger mühsamer Arbeit
wieder sauber. Henk schraubte wieder an den Wassertanks herum, um diese
gegen den Feinstaub dicht zu bekommen. Die Australier sind einfach wunderbare
Menschen und schon wieder wurden wir wunderbar unterstützt. Von Donni bekamen
wir Staubsauger und Stehleiter ausgeliehen und er half Henk auch beim
Oelwechsel sowie beim Wechsel der Oel- und Dieselfilter. Donni lebt
nach einem schweren Arbeitsunfall auf dem Campingplatz und freut sich über
Abwechslung sowie Gesellschaft und somit hatten wir meistens abends einen Gast
auf ein kühles Bier. Greg trafen wir auch wieder und er prüfte unsere Klimaanlage.
Er stellte fest, dass Gas leckt und wir dies reparieren lassen müssen. Tja,
das haben wir dann auch gemacht.

Auf diesem Campingplatz haben wir zwei junge Dutchgirls getroffen, die
ihre Katzen von zu Hause mitgebracht haben. Die zwei reisen für ein Jahr
mit ihren zwei Katzen in Australien herum. Das Einführen ihrer Katzen
hat je nach Informationsquelle CHF 4’000 bis 6’500 gekostet. Aber der
Hammer waren zwei Engländer, die mit einem Velo und einem Skateboard
unterwegs sind und glauben, dass sie damit nach Sydney kommen????

Den Steinschlag in der Windschutzscheibe haben wir ebenfalls in Cairns
reparieren lassen. Der Steinschlag ist zwar jetzt repariert, aber wir
haben jetzt Dank der Reparatur einen Sprung von ca. 20 cm in der Scheibe.
Der Mann, der die Scheibe flicken wollte, war selber tief betroffen und
meinte, dass sei ihm in 10 J jetzt erst zum zweiten Mal passiert. Kann
man so viel Pech haben?

Als Aufheiterung buchten wir eine Tour bei Seastar, um am Great Barrier
Reef Schnorcheln zu gehen. Wir waren das erste Schiff für ca. 1 h bei der
Insel Michaelmas Cay. Leider wurde mir bei der Ueberfahrt so schlecht,
dass es mir sogar noch nach dem ersten Schnorchelgang übel ging. Henk
ging es prächtig und genoss das Schnorcheln in vollen Zügen. Dort sahen
wir u.a. eine grosse Meeresschildkröte und einen Eagle-Sting-Ray.
Später fuhren wir dann zum Hastings Reef, wo wir wieder schnorchelten
und dieses Mal ging es mir gut und auch ich konnte es ebenfalls so richtig
geniessen. Uebrigens, ich war nicht die einzige die Seekrank war, das
halbe Boot war mit mir krank.

Ein paar Tage später fuhren wir dann noch nach Green Island um noch
einmal Schnorcheln zu gehen. Wir kamen bei Ebbe bei der Insel an
und der Einstieg ins Wasser war extrem mühsam. Leider war dazu
die Sicht aufgrund des starken Wellenganges sehr schlecht. Wir würden
auf keinen Fall noch einmal nach Green Island gehen.

An unserem letzten Tag in Cairns besuchten wir die Tablelands, wo man
übrigens locker eine Woche verbringen könnte. Unser Wunsch war dort
den Platypus und das Baumkänguru zu sehen. Vom Baumkänguru haben wir
leider nur seine frischen Kegel gefunden und auch mit Hilfe eines
Aboriginal ist es uns nicht geglückt einen zu erspähen. Im selben
Park gab es einen Fluss, wo wir richtig viele Süsswasserschildkröten
sahen. Bis jetzt haben wir zwar schon einige gesehen, aber es war
immer nur eine Schildkröte. Auf dem Weg in den Park, wo
die Baumkängurus leben, wurden wir von einer alten Dame auf der
Treppe überholt. Dabei stürzte sie so unglücklich neben uns und
viel voll auf Bauch und Gesicht. Wir halfen ihr auf die Beine
und waren total erschrocken, denn sie blutete stark aus dem Mund
und beim Auge. Das verrückte an ihrem Unfall war, dass es
überhaupt keinen Grund zur Eile gab und sie den Unfall
hätte vermeiden können. Der Schreck steckte mir noch Stunden
nachher in den Knochen.
Später besuchten wir einen kleinen Kratersee und machten dort
eine Wanderung um ihn herum. Auf dem Weg sahen wir wieder viele
Schildkröten, diese waren aber etwas ganz besonderes, denn diese
haben die Möglichkeit auch durch das “Füdli” zu atmen!

Bevor wir in Cairns abfuhren, besuchten wir das Internet-Café, um all
die Bilder der letzten Zeit auf unsere Website zu laden. Leider hatten
wir keinen Erfolg und brachten die Bilder nicht auf die Website. Nach drei
Stunden gaben wir auf und hoffen, dass es am Internet-Café lag.

Oktober 2008