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	<title>IdefixOnTour &#187; Grafton Nach Baradine</title>
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	<description>Travels through Australia and Africa</description>
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		<title>Grafton nach Baradine im Pillaga Forest</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Nov 2008 05:31:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Australia]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Grafton Nach Baradine]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo sind die Koalas? Von Grafton fuhren wir weiter zum Dorrigo NP, wo es einen kurzen Skywalk gibt. Der Skywalk bot einen herrlichen Ausblick über die Baumwipfel und wir konnten wieder einmal mehr neue Vögel entdecken. Die Zeit verstrich im Nu und kurz vor der Dämmerung suchten wir einen Campingplatz. Kaum waren wir da, setzte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo sind die Koalas?</p>
<p>Von Grafton fuhren wir weiter zum Dorrigo NP, wo es einen kurzen<br />
Skywalk gibt.</p>
<p><span id="more-211"></span></p>
<p>Der Skywalk bot einen herrlichen Ausblick<br />
über die Baumwipfel und wir konnten wieder einmal mehr neue Vögel<br />
entdecken. Die Zeit verstrich im Nu und kurz vor der Dämmerung<br />
suchten wir einen Campingplatz. Kaum waren wir da, setzte Regen<br />
ein und so verbrachten wir den Abend im Auto. Am nächsten Morgen<br />
hatten wir schönes Wetter und dies nutzten wir für eine Regen-<br />
waldwanderung. Als wir aus dem Regenwald kamen, fing es an zu<br />
nieseln. Wir assen dort noch z&#8217;Mittag und als wir fertig waren,<br />
lag so dichter Nebel, dass wir im Schritttempo abfuhren. Das<br />
schlechte Wetter machte uns den Entscheid leicht, mehr Richtung<br />
Inland zu fahren, wo wir auf besseres Wetter hofften. In<br />
Bendemeer konnten wir gratis auf dem Showground übernachten und<br />
sahen zum ersten Mal viele Hasen.</p>
<p>Am nächsten Tag kamen wir in Gunnedah vorbei. Gunnedah nennt<br />
sich das &#8220;Koala Capital of the World&#8221;. Henk sah meine hungrigen Augen<br />
nach Koalas und so fuhren wir zum Informations-Center, um dort<br />
nachzufragen, wo wir Koalas sehen können. In Gunnedah sind<br />
sie super organisiert. Jeden Morgen schaut jemand nach Koalas<br />
und gibt die Informationen ans Info-Center weiter. Der Mann<br />
beim Info-Center zeichnete uns auf einer Karte zwei Punkte an,<br />
wo wir am Rande des Golfplatzes Koalas finden werden. Zu einem<br />
Punkt gab er uns sogar die Strasse mit Hausnummer an, welches sich<br />
vis-à-vie des Golfplatzes befindet. Dazu gab er uns noch eine kurze<br />
Wanderung an, wo wir ansonsten zu 100 % Koalas finden werden.<br />
Hey, so gute Chancen hatten wir noch nie! Freudig und beschwingt<br />
fuhren wir zum Golfplatz. Logisch, wir nahmen den Punkt, wo wir<br />
die Strassenadresse hatte. Oh, oh, da stand natürlich nicht<br />
nur ein Baum, sondern da waren mehrere Bäume und die standen<br />
auch nicht direkt am Haag des Golfplatzes. Tja, den Koala fanden wir<br />
nicht, aber bestimmt haben wir beim zweiten Punkt mehr Glück.<br />
Diese Baumgruppe befand sich genau in einer Ecke des Golfplatzes<br />
und &#8230; wir fanden keinen Koala. Das gibt es ja gar nicht! Ja,<br />
da blieb noch der sichere Wanderweg. Jeden Baum suchten wir<br />
beim Vorbeigehen ab. Auf dem Hinweg sahen wir keinen Koala.<br />
Auf dem Rückweg fanden wir auch keinen Koala.<br />
Enttäuscht assen wir an einem Picknickplatz unser Mittagessen.<br />
Während dem Essen setzte ein richtig kalter Wind ein, wobei<br />
uns fast die Haare vom Kopf flogen und unsere Brötli wurden<br />
durch den Sand des nahe gelegenen Tennisplatzes gewürzt. Aber so<br />
schnell liessen wir uns nicht entmutigen. Wieder fuhren wir<br />
zum Golfplatz und schlichen am Haag entlang. Leider gab es<br />
trotz dem schlechten Wetter sehr viele Golfer und so betraten<br />
wir den Golfplatz nicht, denn so ein harter Ball am<br />
Kopf macht auch keine Freude. So fuhren wir weiter, ohne die<br />
Koalas gefunden zu haben. Unser Ziel war Narrabri, was wir<br />
am Nachmittag erreichten.</p>
<p>In der Gegend von Narrabri wird Baumwolle angepflanzt. Erstaunt<br />
hörten wir, dass Australien der 3. grösste Baumwollproduzent<br />
der Welt ist. Narrabri liegt in der Nähe des Mount Kaputar NP.<br />
In Mount Kaputar hofften wir darauf, den Glossy Black Cockatoo<br />
zu sehen und es gibt dort auch Koalas. An zwei Tagen gingen wir<br />
in den Park rein und machten schöne Wanderungen, aber nein,<br />
wir sahen keinen Glossy Black Cockatoo und wieder keinen<br />
Koala. Der Glossy Black Cockatoo gehört zu den bedrohten<br />
Tierarten und ist daher nur noch an wenigen Orten anzutreffen.<br />
Es wäre halt soooo schön gewesen einen zu sehen. Am zweiten Tag<br />
fuhren wir am Nachmittag weiter zum &#8220;The Pilliga Forest&#8221;, der<br />
ganz in der Nähe lag.</p>
<p>Der Pilliga Wald ist so gross wie Belgien und ein Paradies<br />
für Vögelbeobachter. In der Broschüre über dieses Gebiet stand,<br />
dass dort an einem bestimmten Teich am Abend über 200 Glossy Black<br />
Cockatoos gesehen wurden. Kaum angekommen richteten wir uns, für<br />
die Vogelbeobachtung, an genau diesem Teich ein und warteten<br />
stundenlang bis die Nacht einbrach. Es war wunderschön.<br />
Da kam ein sehr grosses Känguru, nur ein paar Meter neben uns,<br />
zum Trinken und viele, viele Vögel. Wir konnten sogar den<br />
Turquoise Parrot, welcher auch bedroht ist, beim Trinken beobachten.<br />
Der Turquoise Parrot ist ein ganz kleiner, farbenfroher Papagei.<br />
Aber der Glossy Black Cockatoo kam nicht. Wir campierten an einem<br />
Picknickplatz, der einen Kilometer vom Teich entfernt lag, wo wir<br />
WC und Grillmöglichkeiten hatten. An zwei Tagen waren wir morgens<br />
und abends am Teich. Zu unserer Freude sahen wir mehrere Turquoise Parrots,<br />
aber leider noch immer keinen Glossy Black Cockatoo. Zwischendurch<br />
gingen wir noch Koalas suchen, welche dort gemäss Broschüre gut zu finden<br />
sind! Aber nein, wir sahen keinen einzigen Koala.</p>
<p>Der Mann, der die Broschüre über den Wald mit wunderbaren Vogelrouten<br />
schrieb, wohnte nur ein paar Kilometer entfernt, von wo wir campierten.<br />
Dies wussten wir, weil der Broschüre eine Liste mit allen Vögeln des<br />
Waldes beilag und eine leere Liste, die von den Besuchern ausgefüllt<br />
werden sollte. Dies ist eine gute Sache, denn so kann man Veränderungen<br />
im Wald gut beobachten. Auf jeden Fall war auf dieser Liste sein Name<br />
und die Adresse. Die Liste füllten wir aus, was mehr schlecht als recht<br />
war, denn es gibt so unglaublich viele Vögel in Australien, dass wir<br />
sie natürlich nie alle kennen, da hilft auch unser Vogelbuch nicht weiter.<br />
Aber trotzdem waren wir ein bisschen stolz auf uns, wir hatten über<br />
20 Vögel auf der Liste. Ein Vogel fehlte sogar in seiner Broschüre,<br />
zudem ist der Turquoise Parrot schliesslich bedroht und daher umso<br />
schwieriger zu beobachten. Wir waren auf mit unserer Arbeit zufrieden<br />
und gingen mit unserer Liste diesen Mann besuchen, wobei wir eine<br />
der schönsten Begegnungen hatten, seit wir in Australien sind. Wir<br />
standen, mit unserer Liste und vielen Fragen vor seiner Tür.<br />
Wir hatten Glück, er war zu hause. Die Tür wurde von einem alten Mann<br />
geöffnet und er stellte sich als David vor. David bat uns zum Kaffee<br />
ins Haus und er freute sich sichtlich über den Schweizerbesuch sowie<br />
über unser grosses Interesse für die Tiere. Er erzählte uns viel<br />
über sich und seinen Erlebnissen mit Vögeln. David ist heute 80 Jahre<br />
alt und bereits mit 6 Jahren begann er Vogeleier zu sammeln, die er<br />
aus den Vogelnestern holte. Seine Vogeleier-Sammlung und ein paar<br />
Vogelnester brachte er uns, damit wir diese anschauen konnten.<br />
Ich denke, wir haben ihn wirklich gefreut. Erstens über unsere<br />
Vogelleidenschaft, zweitens fanden wir einen Fehler in der Vogelliste,<br />
die seiner Broschüre beilag und drittens konnte ich eines seiner Vogelnester<br />
dem richtigen Vogel zu ordnen.<br />
Leider konnte uns David nicht wegen dem Glossy Black Cockatoo sowie<br />
den Koalas weiterhelfen und keine Tipps geben, da es jahrelang<br />
keinen Regen gab und dadurch ein grosse Dürre herrschte, dazu<br />
gab es im letzten Jahr ein schlimmen Brand, wobei viele Tiere<br />
starben oder ihr Heim verloren. Als Andenken schenkte er uns<br />
ein Gedicht von ihm und er wünschte uns Gottes Segen zum Abschied.<br />
Er gab uns noch einige Broschüren über den Wald mit, damit wir diese<br />
unseren Freunde geben können. Na, da könnt ihr Euch schon Mal freuen!</p>
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